Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung sind im Friseurhandwerk nach wie vor ein ernstzunehmendes Problem. Aktuelle Auswertungen des Bündnisses gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung zeigen deutlich, wie sich die Lage in den letzten Jahren entwickelt hat.
Nach einem Rückgang der Prüfungen im Jahr 2024 ist die Zahl der Kontrollen im Jahr 2025 wieder deutlich gestiegen. Insgesamt wurden 2025 1.641 Prüfungen durchgeführt, nach 1.114 im Jahr 2024 und 1.576 im Jahr 2023. Diese Kontrollen sind entscheidend, um Verstöße frühzeitig zu erkennen und die Branche fair zu halten.
Anstieg bei Strafverfahren und Geldstrafen
Die Zahl der abgeschlossenen Strafverfahren ist ebenfalls kontinuierlich gestiegen:
- 2023: 1.034 Fälle
- 2024: 1.167 Fälle
- 2025: 1.472 Fälle
Die meisten Verfahren betreffen Beitragsvorenthaltung und Leistungsmissbrauch. Besonders auffällig ist der Anstieg bei Geldstrafen: von 113.740 Euro im Jahr 2023 über 172.575 Euro im Jahr 2024 auf 204.555 Euro im Jahr 2025. Auch die Gesamtschadenssummen haben deutlich zugenommen und liegen 2025 bei über 2,1 Millionen Euro.
Ordnungswidrigkeiten: Mindestlohnverstöße im Fokus
Neben Strafverfahren wurden 2025 1.173 Ordnungswidrigkeitenverfahren abgeschlossen (2023: 808, 2024: 896). Hierbei geht es vor allem um Mindestlohnverstöße und Leistungsmissbrauch. Die verhängten Geldbußen zeigen Schwankungen: nach einem Rückgang im Jahr 2024 stiegen sie 2025 wieder auf 1.039.162 Euro. Die Schadenssummen liegen mit rund 162.785 Euro auf dem Niveau von 2023.
Die Zahlen der Jahre 2023 bis 2025 verdeutlichen: Schwarzarbeit im Friseurhandwerk ist weiterhin ein ernstes Thema. Konsequente Kontrollen und ein entschiedenes Vorgehen gegen Verstöße sind entscheidend, um faire Arbeitsbedingungen zu sichern und die Branche zu schützen.



