Wie hat sich das Malerhandwerk über die Jahrzehnte verändert? Antworten darauf gab es am Donnerstag, 15. Oktober, beim Tag der offenen Tür im Malermuseum der Maler- und Lackiererinnung Berlin. Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, in die Geschichte des Gewerks einzutauchen und mehr über traditionelle Arbeitstechniken, historische Werkzeuge und die Entwicklung des Berufs bis in die heutige Zeit zu erfahren.
Dabei ging es nicht nur ums Anschauen, sondern auch um den Austausch über das Handwerk und seine Traditionen. Besonders erfreulich waren zwei Beiträge aus dem Kreis der Besucher, die das Museum um historische Exponate bereicherten: Malermeisterbetrieb Lawrenz, ein Innungsmitglied, brachte ein altes Musterbuch mit Malerschablonen von Robert Kreul mit. Herr Michael übergab dem Museum außerdem den historischen Meisterbrief seines Vaters sowie altes Werkzeug. Für den stellvertretenden Obermeister Peter Kohls, der die Maler- und Lackiererinnung Berlin vor Ort vertrat, waren diese Stücke eine willkommene Ergänzung der Sammlung. Sie machen anschaulich, wie Wissen, Können und handwerkliche Erfahrung über Generationen weitergegeben werden.
Das Malermuseum bewahrt damit nicht nur Zeugnisse vergangener Zeiten. Es zeigt auch, auf welchem Erfahrungsschatz das heutige Malerhandwerk aufbaut – und bietet einen Anknüpfungspunkt, um über aktuelle Techniken, Innovationen und die Ausbildung des Nachwuchses ins Gespräch zu kommen.
Auch außerhalb des Tags der offenen Tür können Interessierte das Museum kennenlernen. Führungen für Gruppen und Schulklassen lassen sich über die Maler- und Lackiererinnung Berlin anfragen.
Adresse: Schnellerstraße 141, 12439 Berlin



