Jahresauftakt von IHK & HWK

Gemeinsam den Kurs für Berlin setzen.

Beim gemeinsamen Jahresauftakt der Handwerkskammer Berlin und der IHK Berlin am 14. Januar kamen im Ludwig Erhard Haus Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Handwerk zusammen. Der Abend stand ganz im Zeichen des Austauschs, der Vernetzung und des Blicks nach vorn – insbesondere für jene, die sich ehrenamtlich für die Berliner Wirtschaft engagieren.

Im Mittelpunkt der Diskussionen stand die Frage, wie Berlin als Wirtschaftsstandort zukunftsfähig aufgestellt werden kann. IHK-Präsident Sebastian Stietzel machte deutlich, dass es dafür einen klaren Kurswechsel brauche. Statt zusätzlicher Regulierungen und Verbote seien vor allem bessere Rahmenbedingungen gefragt: weniger Bürokratie, geringere Abgaben, mehr Freiräume für unternehmerisches Handeln und gezielte Maßnahmen zur Fachkräftesicherung.

Gemeinsam mit Handwerkskammerpräsidentin Carola Zarth dankte er den zahlreichen ehrenamtlich engagierten Unternehmerinnen und Unternehmern, die sich tagtäglich für die Arbeit der Kammern einsetzen und damit einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt leisten.

Auch Vertreterinnen und Vertreter der Innungen aus dem WHDI-Verbund waren unter den Gästen. Sie nutzten den Abend intensiv, um sich mit Akteurinnen und Akteuren aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft auszutauschen und bestehende Netzwerke zu vertiefen sowie neue Kontakte zu knüpfen.

Mit Blick auf die Abgeordnetenhauswahl im September betonte Stietzel die Bedeutung der kommenden Jahre. Berlin stehe an einem Scheideweg: zwischen kleinteiliger Verwaltung und der Chance, sich als internationale Metropole weiterzuentwickeln. Großprojekte wie eine mögliche Expo 2035, eine Internationale Bauausstellung, das 800-jährige Stadtjubiläum oder Olympische Spiele böten enorme Potenziale – vorausgesetzt, Politik und Verwaltung handeln entschlossen.

Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner unterstrich die Bedeutung der Metropolregion Berlin-Brandenburg und stellte den Schutz kritischer Infrastruktur sowie Investitionen in die Infrastruktur in den Vordergrund. Zugleich machte er deutlich, dass Berlin auf Reformkurs sei: Die Verwaltungsreform befinde sich auf der Zielgeraden, und Projekte wie „Berlin autofrei“ oder „Berlin werbefrei“ werde es mit ihm nicht geben.

Der Jahresauftakt war damit ein kraftvolles Signal zum Start ins Wirtschaftsjahr 2026 – und ein klares Bekenntnis zur gemeinsamen Verantwortung für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Berlin.