Am 1. Oktober war in der Evangelischen Lukas-Gemeinde in Berlin-Steglitz dieser besondere Moment, auf den viele lange hingearbeitet haben: Die neuen Gesellinnen und Gesellen der Maler- und Lackierer-Innung Berlin wurden feierlich ins Berufsleben verabschiedet.
Und wenn man bei so einem Abend dabei ist, merkt man schnell: Hinter einem Gesellenbrief steckt so viel mehr als eine bestandene Prüfung.
Dahinter stehen junge Menschen, die gelernt, ausprobiert, durchgehalten und am Ende gezeigt haben, was sie können. Dahinter stehen Ausbilderinnen und Ausbilder, die ihr Wissen weitergeben, erklären, anspornen und sicher auch das eine oder andere Mal mitfiebern. Und dahinter stehen Betriebe, die jungen Menschen die Chance geben, ihren Platz im Handwerk zu finden.
Rund 135 Gäste waren dabei, als Obermeister Wolfgang Lüttgens den Nachwuchs feierlich freisprach. Lehrlingswart René Mahr und Geschäftsführer Jörg Paschedag überreichten die Gesellenbriefe und gratulierten den frischgebackenen Gesellinnen und Gesellen ganz persönlich.
In diesem Jahr haben insgesamt 150 Nachwuchskräfte ihre Prüfungen in den verschiedenen Ausbildungsbereichen bestanden: 69 Maler und Lackierer im Sommer und 46 im Winter, 13 Fachkräfte für Lackiertechnik im Sommer und 9 im Winter, dazu 7 Schilder- und Lichtreklamehersteller sowie 6 Fachpraktiker.
Besonders schön: Drei Landessiegerinnen und Landessieger kommen aus Berliner Ausbildungsbetrieben. Pepe Strube von Peter Kohls wurde Landessieger bei den Malern und Lackierern, ebenso Lilian Rommert von Schippers & Söhne. Ana Lena Rode von Werberitter holte den ersten Platz bei den Schilder- und Lichtreklameherstellern.
Darauf dürfen nicht nur die drei selbst stolz sein. Auch die Ausbildungsbetriebe haben allen Grund zur Freude. Peter Kohls und Werberitter wurden als Ausbildungsbetriebe des Jahres ausgezeichnet. Denn gute Ausbildung passiert nicht einfach so. Sie braucht Zeit, Können, Geduld und Menschen, die sich kümmern.
Und für Lilian Rommert geht es direkt weiter. Beim Nord-Cup am 15. und 16. September in Hamburg trat sie gemeinsam mit 15 weiteren Gesellinnen und Gesellen aus Nord- und Ostdeutschland an. In vier anspruchsvollen Aufgaben erreichte sie den 7. Platz und qualifizierte sich damit für die Deutsche Meisterschaft der Maler und Lackierer vom 15. bis 18. November in Bremen.
Was für ein schöner Beweis dafür, dass ein Gesellenbrief eben nicht das Ende ist, sondern ganz oft der Anfang von etwas Neuem.
Von WHdI-Seite geht deshalb ein ganz herzlicher Glückwunsch!



