Ein Monat in Portugal

Von der Berliner Tischlerwerkstatt ins Ausland: Lernen, Arbeiten und Entdecken in Portugal.

Vor etwa drei Jahren, als ich, Saschan, auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle war, bin ich auf die Innungstischlerei Ißleib in Berlin-Tiergarten aufmerksam geworden. Auf der Website entdeckte ich, dass mein heutiger Chef Imanuel Auslandspraktika im Ausbildungsberuf unterstützt. Erst dadurch wurde mir bewusst, dass es für Azubis die Möglichkeit gibt, im Rahmen des Erasmusprogramms ein Auslandspraktikum zu absolvieren. Das hat mich sofort begeistert – ich war Feuer und Flamme und wollte unbedingt in einem Betrieb lernen, der solche Chancen bietet.

Als sich dann die Gelegenheit bot, habe ich nicht lange gezögert. Keine langen Pläne, kein Abwägen – einfach machen!

Bevor es losgehen konnte, musste einiges organisiert werden:

  • Einen Betrieb im Ausland finden, der mich aufnimmt
  • Erasmus-Formulare ausfüllen
  • Den Zeitraum mit meinem Chef abstimmen
  • Eine Auslandshaftpflichtversicherung abschließen
  • Flüge buchen

Zum Glück brauchte ich als EU-Bürger kein Visum.

Eigentlich hatte ich Lissabon im Kopf – Großstadt, Meer, Kultur. Am Ende wurde es dann Quebradas, ein kleiner Ort, weil die Website meines späteren Chefs Gonçalo nicht ganz aktuell war. Heute weiß ich: Das war ein Glückstreffer.

In Portugal angekommen, wurde ich von Gonçalo und seiner Partnerin Inês herzlich empfangen. Beide sprechen sehr gutes Englisch und Spanisch, was die Verständigung leicht machte. Generell sprechen viele Portugiesen gut Englisch.

Gleich in den ersten Tagen ging es in die Werkstatt. Der Schwerpunkt dort ist die traditionelle Restauration, ausschließlich mit Massivholz. Schon am Anfang durfte ich Türen mit Schellack behandeln, Möbel restaurieren und an Projekten mitarbeiten.

Wir bauten gemeinsam einen Palisander-Schrank mit neuer Innenaufteilung und furnierten ihn per Vakuumtechnik – eine Methode, die ich so bisher noch nicht angewendet hatte. Danach ging es an den Bau einer gebogenen Parkbank aus Zedernholz. Dabei mussten wir improvisieren, weil die Bandsäge ausgefallen war: Schablonen entwerfen, fräsen, schleifen – und das alles von Hand.

In der Werkstatt arbeiteten Menschen aus verschiedenen Ländern – zwei Holländer, drei Spanier – und drei Werkstatthunde, die immer für gute Laune sorgten.

Natürlich blieb neben der Arbeit auch Zeit, Portugal zu entdecken. Ich war surfen in Peniche, habe das mittelalterliche Städtchen Óbidos besucht und viele kleine Strände an der Westküste erkundet. Ein besonderes Erlebnis war, eines Abends einen blauen Meteor am Himmel zu sehen – ein Anblick, , den ich nie vergessen werde.

Vor etwa drei Jahren, als ich, Saschan, auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle war, bin ich auf die Innungstischlerei Ißleib in Berlin-Tiergarten aufmerksam geworden. Auf der Website entdeckte ich, dass mein heutiger Chef Imanuel Auslandspraktika im Ausbildungsberuf unterstützt. Erst dadurch wurde mir bewusst, dass es für Azubis die Möglichkeit gibt, im Rahmen des Erasmusprogramms ein Auslandspraktikum zu absolvieren. Das hat mich sofort begeistert – ich war Feuer und Flamme und wollte unbedingt in einem Betrieb lernen, der solche Chancen bietet.

Als sich dann die Gelegenheit bot, habe ich nicht lange gezögert. Keine langen Pläne, kein Abwägen – einfach machen!

Bevor es losgehen konnte, musste einiges organisiert werden:

  • Einen Betrieb im Ausland finden, der mich aufnimmt
  • Erasmus-Formulare ausfüllen
  • Den Zeitraum mit meinem Chef abstimmen
  • Eine Auslandshaftpflichtversicherung abschließen
  • Flüge buchen

Zum Glück brauchte ich als EU-Bürger kein Visum.

Eigentlich hatte ich Lissabon im Kopf – Großstadt, Meer, Kultur. Am Ende wurde es dann Quebradas, ein kleiner Ort, weil die Website meines späteren Chefs Gonçalo nicht ganz aktuell war. Heute weiß ich: Das war ein Glückstreffer.

In Portugal angekommen, wurde ich von Gonçalo und seiner Partnerin Inês herzlich empfangen. Beide sprechen sehr gutes Englisch und Spanisch, was die Verständigung leicht machte. Generell sprechen viele Portugiesen gut Englisch.

Gleich in den ersten Tagen ging es in die Werkstatt. Der Schwerpunkt dort ist die traditionelle Restauration, ausschließlich mit Massivholz. Schon am Anfang durfte ich Türen mit Schellack behandeln, Möbel restaurieren und an Projekten mitarbeiten.

Wir bauten gemeinsam einen Palisander-Schrank mit neuer Innenaufteilung und furnierten ihn per Vakuumtechnik – eine Methode, die ich so bisher noch nicht angewendet hatte. Danach ging es an den Bau einer gebogenen Parkbank aus Zedernholz. Dabei mussten wir improvisieren, weil die Bandsäge ausgefallen war: Schablonen entwerfen, fräsen, schleifen – und das alles von Hand.

In der Werkstatt arbeiteten Menschen aus verschiedenen Ländern – zwei Holländer, drei Spanier – und drei Werkstatthunde, die immer für gute Laune sorgten.

Natürlich blieb neben der Arbeit auch Zeit, Portugal zu entdecken. Ich war surfen in Peniche, habe das mittelalterliche Städtchen Óbidos besucht und viele kleine Strände an der Westküste erkundet. Ein besonderes Erlebnis war, eines Abends einen blauen Meteor am Himmel zu sehen – ein Anblick, , den ich nie vergessen werde.

In meiner letzten Woche montierten wir die gebogenen Bankelemente in einem Park in Lissabon. Außerdem restaurierten wir Türen, behandelten Oberflächen mit Schellack und überarbeiteten weitere Möbelstücke sowie einen Holz-Kronleuchter. Besonders beeindruckt hat mich, wie sehr Gonçalo auf hochwertige Materialien achtet – diese Haltung nehme ich mit zurück nach Berlin.

Das Praktikum war eine absolute Bereicherung – fachlich wie persönlich. Ich habe nicht nur neue Techniken gelernt, sondern auch Menschen kennengelernt, die ich sehr ins Herz geschlossen habe.

Ob ich es wieder machen würde? Jederzeit! Und ich kann jedem Azubi nur raten: Traut euch. Fragt in eurem Betrieb nach, fangt früh mit der Organisation an und nutzt die Chancen, die Programme wie Erasmus bieten. Ein Auslandspraktikum ist nicht nur ein Schritt raus aus dem Alltag, sondern auch ein Schritt hin zu neuen Möglichkeiten – im Beruf und im Leben.

In meiner letzten Woche haben wir die gebogenen Bankelemente vor Ort in einem Haus montiert. Außerdem restaurierten wir Türen, behandelten Oberflächen mit Schellack und überarbeiteten weitere Möbelstücke sowie einen Holz-Kronleuchter. Besonders beeindruckt hat mich, wie sehr Gonçalo auf hochwertige Materialien achtet – diese Haltung nehme ich mit zurück nach Berlin.

Das Praktikum war eine absolute Bereicherung – fachlich wie persönlich. Ich habe nicht nur neue Techniken gelernt, sondern auch Menschen kennengelernt, die ich sehr ins Herz geschlossen habe.

Ob ich es wieder machen würde? Jederzeit! Und ich kann jedem Azubi nur raten: Traut euch. Fragt in eurem Betrieb nach, fangt früh mit der Organisation an und nutzt die Chancen, die Programme wie Erasmus bieten. Ein Auslandspraktikum ist nicht nur ein Schritt raus aus dem Alltag, sondern auch ein Schritt hin zu neuen Möglichkeiten – im Beruf und im Leben.