Berlins größte private Arbeitgeber warnen vor Folgen für den Wirtschaftsstandort
Ein breites Bündnis führender Unternehmen in Berlin – darunter Rewe, Siemens, Deutsche Bahn, BASF, Mercedes-Benz, die Berliner Sparkasse und viele mehr – hat sich gegen die geplante Ausbildungsplatzabgabe von CDU und SPD ausgesprochen. Die Unternehmen befürchten erhebliche finanzielle und bürokratische Belastungen und warnen vor negativen Auswirkungen auf die duale Ausbildung in der Hauptstadt.
Die Unterzeichner stehen für mehr als 150.000 Arbeitsplätze in Berlin und engagieren sich seit Jahren intensiv in der Ausbildung junger Menschen. Sie betonen: „Qualität in der Ausbildung entsteht nicht durch Zwang und Sanktionen, sondern durch Partnerschaft und gute Rahmenbedingungen.“
Die geplante Abgabe soll Unternehmen verpflichten, jährlich eine Umlage auf Basis der Bruttolohnsumme und der Zahl der Auszubildenden zu zahlen – auch, wenn sie selbst ausbilden oder keine geeigneten Bewerber finden.
Um die Politik aufzufordern, das Vorhaben zu stoppen, haben die Unternehmen eine Petition gestartet, die sich direkt an Senat und Abgeordnete richtet. Jede Stimme zählt:
Petition unterzeichnen: Stoppt die Ausbildungsplatzumlage in Berlin
Die Anhörung der Verbände zur geplanten Abgabe findet am Donnerstag, 13. November, im Abgeordnetenhaus statt. Den vollständigen Appell der Unternehmen finden Sie hier.
Forderungen der Unternehmen:
Verbesserte Schulqualität und Berufsorientierung
Abbau von Bürokratie
Anreize für ausbildende Betriebe
Gemeinsame Maßnahmen zur Erhöhung der Ausbildungsreife
Berlin als Wirtschaftsstandort solle nicht durch eine pauschale Abgabe belastet, sondern durch Kooperation und gezielte Maßnahmen gestärkt werden.


