Am gestrigen Nachmittag trafen sich die Berliner WHdI-Mitgliedsinnungen zu einer etwas „abgewandelten“ Arbeitssitzung im Inungsgarten. Im Anschluss an die Sitzung nutzten alle die Gelegenheit zu einem kleinen Beisammensein in entspannter Atmosphäre.
Ein besonderer Gast war unsere ehemalige Kollegin, Frau Manja Schreiner, Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin. Frau Schreiner informierte die Anwesenden über aktuelle Entwicklungen in der Berliner Landespolitik mit Fokus auf die geplante Einführung einer sogenannten Ausbildungsplatzumlage.
Nach ihren Ausführungen sieht der vorliegende Gesetzesentwurf vor, dass alle Unternehmen – unabhängig davon, ob sie ausbilden oder nicht – zur Zahlung einer Umlage verpflichtet werden sollen. Dieses Vorgehen könnte insbesondere jene Betriebe treffen, die bereits Ausbildungsplätze anbieten oder grundsätzlich ausbildungsbereit sind, aber keine geeigneten Bewerber finden oder aus rechtlichen Gründen nicht ausbilden dürfen.
Frau Schreiner wies darauf hin, dass dieser Entwurf Folgen wie erhöhte Bürokratie, geringere Investitionen und keine zusätzlichen Ausbildungsplätze haben könnte. Zudem bestehe die Gefahr, dass das Engagement ausbildungsbereiter Unternehmen nicht ausreichend gewürdigt werde.
Ein wichtiger Punkt ihrer Darstellung war die Forderung, bis Jahresende 2.000 zusätzliche Ausbildungsverträge zu schaffen, um die Einführung der Ausbildungsplatzumlage zu verhindern. Dieses Ziel sei erreichbar, wenn Politik und Wirtschaft gemeinsam handeln.
In diesem Zusammenhang appellierte Frau Schreiner an die Innungsmitglieder, weitere Ausbildungsverträge abzuschließen und freie Ausbildungsstellen der Arbeitsagentur zu melden. Zudem empfahl sie, den Dialog mit politischen Entscheidungsträgern zu suchen, um eine mögliche Fehlentscheidung zu korrigieren.
Den aktuellen Gesetzesentwurf können Interessierte hier einsehen:



