Ausbildungsbilanz Berliner Handwerk

Handwerkskammer Berlin gibt die Top 10 der Azubizahlen bekannt.

Das Handwerk in Berlin bildet weiter kräftig aus: Zum 31. Dezember 2025 lernen 8.997 junge Menschen in der Hauptstadt einen handwerklichen Beruf. Die überwiegende Mehrheit – 8.143 Auszubildende oder 90,5 Prozent – wird dabei direkt in den Betrieben ausgebildet. Weitere 854 Azubis (9,5%) absolvieren ihre Ausbildung außerhalb der Betriebe.

Fokus auf wenige Berufe:
Die Ausbildung im Berliner Handwerk ist stark konzentriert: Die zehn beliebtesten Berufe vereinen 6.240 Auszubildende, das sind 69,4?% aller Lehrlinge. Die drei stärksten Berufe – Anlagenmechaniker/in SHK (1.475 Azubis, 16,4?%), Kraftfahrzeugmechatroniker/in (1.226, 13,6%) und Elektroniker/in (1.074, 11,9%) – allein machen schon 41,9% aus.

Die weiteren TOP-10-Berufe:

  • Tischler/in: 600 (6,7%)

  • Friseur/in: 499 (5,5%)

  • Maler/in & Lackierer/in: 473 (5,3%)

  • Dachdecker/in: 280 (3,1?%)

  • Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk: 210 (2,3?%)

  • Gebäudereiniger/in: 205 (2,3%)

  • Zimmerer/in: 198 (2,2%)

Nur 30,6% der Azubis verteilen sich auf alle übrigen Gewerke – ein deutliches Zeichen dafür, wie stark das Handwerk auf einige wenige Berufe fokussiert ist.

Frauen im Handwerk:
Von den 8.997 Auszubildenden sind 1.575 Frauen – knapp jede sechste Ausbildung (17,5%). Besonders hoch ist ihr Anteil in klassischen Frauenberufen:

  • Friseur/in: 244

  • Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk: 125

  • Tischler/in: 160

Aber auch in technischen Berufen sind Frauen vertreten: 45 als Kraftfahrzeugmechatronikerinnen, 29 als Anlagenmechanikerinnen SHK und 21 als Elektronikerinnen.

Was diese Zahlen zeigen:

  • Das Handwerk bleibt stark technisch geprägt.

  • Fast 7 von 10 Azubis lernen in nur zehn Berufen.

  • Der Frauenanteil wächst zwar langsam, ist aber in mehreren Gewerken etabliert.

  • Die betriebliche Ausbildung trägt über 90% der Lehrstellen.

Das Berliner Handwerk ist also weiterhin ein zentraler Ausbildungsort für technische und handwerkliche Fachkräfte. Mit einer stabilen betrieblichen Basis, wachsender Präsenz von Frauen in klassischen und technischen Berufen und klaren Schwerpunkten in wenigen Gewerken bleibt es ein verlässlicher Motor für die Fachkräfte von morgen.