Antragsstellung Überbrückungshilfe III läuft seit 10.02.21

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Für Unternehmen, die von der Corona-Pandemie und dem Lockdown finanziell stark betroffen sind, sei die Antragstellung am Mittwoch, den 10.02.2021, freigeschaltet worden, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Die ersten Abschlagszahlungen mit Beträgen von bis zu 400 000 Euro sollen demnach ab dem 15. Februar starten. Dabei könnten pro Monat maximal 100.000 Euro an Abschlägen beantragt werden. Die endgültige Entscheidung über die Anträge und die reguläre Auszahlung durch die Länder werde ab März erfolgen, teilt das Bundeswirtschaftsministerium weiter mit. Insgesamt könnten Unternehmen, die von der Corona Pandemie und dem aktuellen Teil-Lockdown stark betroffen sind, für die Zeit von November 2020 bis Ende Juni 2021 dann eine staatliche Unterstützung von monatlich bis 1,5 Millionen Euro erhalten. Die Beträge müssen laut Wirtschaftsministerium nicht zurückgezahlt werden.

Die konkrete Höhe der Zuschüsse orientiert sich wie auch bislang am Rückgang des Umsatzes im Vergleich zum entsprechenden Monat des Jahres 2019 und ist gestaffelt:

• bei einem Umsatzrückgang von 30 Prozent bis 50 Prozent werden bis zu 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet,

• bei einem Umsatzrückgang von 50 Prozent bis 70 Prozent werden bis zu 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet und

• bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 Prozent werden bis zu 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten gezahlt.

Neu bei den erstattungsfähigen Kostenpositionen sind Abschreibungen auf Wirtschaftsgüter bis zu einer Höhe von 50 Prozent sowie Investitionen in Digitalisierung. Zusätzlich zu den Umbaukosten für Hygienemaßnahmen werden Investitionen in Digitalisierung (z.B. Aufbau oder Erweiterung eines Online-Shops, Eintrittskosten bei großen Plattformen) bei den Fixkosten berücksichtigt. Für beide Bereiche werden nunmehr auch Kosten berücksichtigt, die außerhalb des Förderzeitraums entstanden sind. Konkret werden entsprechende Kosten für bauliche Maßnahmen bis zu 20.000 Euro pro Monat erstattet, die im Zeitraum März 2020 bis Juni 2021 angefallen sind. Für Digitalinvestitionen können einmalig bis zu 20.000 Euro gefördert werden.

Soloselbständige können laut Ministerium eine "Neustarthilfe“ beantragen. Die Antragstellung soll noch im Februar möglich sein. Mit einem einmaligen Zuschuss von maximal 7500 Euro sollen diejenigen Soloselbständigen unterstützt werden, die im Förderzeitraum coronabedingt voraussichtlich wenig verdienen können. Anträge können bis zum 31. August 2021 gestellt werden.

Der Antrag selbst muss über einen prüfenden Dritten, also zum Beispiel einen Steuerberater, eingereicht werden. Die Antragstellung erfolgt weiterhin über die bundesweit einheitlich digitale Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

Achtung: Unternehmen, die November- und/oder Dezemberhilfe erhalten, sind für diese Monate nicht antragsberechtigt. Die Ermöglichung einer Antragstellung für die Überbrückungshilfe III, wenn Anträge auf November- und/oder Dezemberhilfe zurückgenommen wurden und keine Auszahlung erfolgt ist, wird geprüft. Leistungen nach der Überbrückungshilfe II für die Monate November und Dezember 2020 werden – neben anderen Leistungen – auf die Überbrückungshilfe III angerechnet.

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