Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“

Ausbilder mit Azubis im Malerhandwerk ©Maler- und Lackiererinnung Berlin

Die Bereitschaft, Azubis einzustellen, sinkt, da viele kleine und mittlere Betriebe aktuell mit Umsatzeinbrüchen kämpfen. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will die im August 2020 eingeführte Ausbildungsprämie noch einmal erhöhen. Im März 2021 soll ein neuer Schutzschirm für Ausbildungsplätze vorgelegt werden. „Es wird eine erneute, noch mal deutlich großzügiger als bisher bemessene Ausbildungsprämie geben", sagte der Arbeitsminister.

Seit vergangenen Sommer werden Ausbildungsverhältnisse in kleinen und mittleren Betrieben mit bis zu 249 Beschäftigten gefördert, die im Zeitraum zwischen 24. Juni 2020 und 15. Februar 2021 begonnen haben. Im Dezember hat die Bundesregierung das Programm nochmal erweitert. Mittlerweile können alle Unternehmen von dem Fördergeld profitieren, deren Beschäftigte im vergangenen Jahr coronabedingt mindestens einen Monat in Kurzarbeit gearbeitet haben oder die Umsatzeinbußen in bestimmter Höhe erlitten haben. Hierbei gilt: Der Umsatz des Ausbildungsbetriebs muss nach aktuellen Vorgaben im Zeitraum April bis Dezember 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum entweder in zwei aufeinanderfolgenden Monaten um durchschnittlich 50 Prozent oder in fünf zusammenhängenden Monaten um durchschnittlich 30 Prozent zurückgegangen sein. Im aktuellen Ausbildungsjahr erhalten kleine und mittlere Betriebe eine Prämie von 2000 Euro je neuem Ausbildungsvertrag, wenn sie die Zahl ihrer Lehrlinge konstant halten. Wenn sie die Zahl der Auszubildenden erhöhen, sind es 3000 Euro für jeden zusätzlichen Vertrag. Im Fall von Unternehmenspleiten sollen zudem andere Firmen die Ausbildung junger Leute fortsetzen. Dazu soll eine Übernahmeprämie dienen. Diese aus dem vergangenen Jahr bekannten Instrumente seien zu bürokratisch gewesen, sagte Heil. Deshalb werde an ihnen in den letzten Zügen noch gearbeitet. Dies sei „nicht nur für die jungen Menschen wichtig, sondern auch für die Unternehmen – denn sonst wird nach der Krise die Klage über den Fachkräftemangel umso lauter sein“, so der Bundesarbeitsminister.

Die Anträge können nach erfolgreich abgeschlossener Probezeit der Auszubildenden bei den zuständigen Agenturen für Arbeit gestellt werden.

Mehr Informationen zur aktuellen Ausbildungsprämie finden Sie hier.

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