Ausbilderteams Kfz-Innung Berlin & Hamburg informieren

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass wir in der Kfz-Branche in Deutschland schon seit einigen Jahren einen Rückgang an qualifizierten Junggesellen nachweisen können. Umfragen, die wir an Kfz-Auszubildende gerichtet haben, bestätigen diese Beobachtung der letzten Jahre. Die Gründe hierfür sind zum Teil sehr komplex, aber auch genauso simpel. Nur mit vereintem Einsatz der Ausbildungsbetriebe, der Berufsschulen sowie der Kfz-Innungen und Handwerkskammern lässt sich dieser Zustand ändern.

Laut Statistischem Bundesamt steht die Ausbildung zum Kfz Mechatroniker im Jahr 2019 in Deutschland bei jungen Männern auf Platz 1 im Handwerk. Dennoch ist in den letzten Jahren ein Mangel an qualifiziertem und motiviertem Nachwuchs festzustellen. Es entspricht ebenfalls den Tatsachen, dass der Beruf bei jungen Frauen nicht sehr begehrt ist, so begonnen 2019 bundesweit nur 830 junge Frauen die Ausbildung; bei den jungen Männern waren es immerhin rund 20.000.

Diese Zahlen hinterlassen eigentlich einen recht positiven Eindruck, doch dieser trügt. In einer persönlichen Umfrage der Auszubildenden, die Anfang 2021 auslernen, wollen nur etwa 30 Prozent der Befragten den Beruf auch tatsächlich ausüben. Dies ist nur eine Statistik, bestätigt aber den Trend in den Kfz-Betrieben. Immer wieder werden wir Ausbilder von den Betrieben angesprochen, ob wir einen guten Junggesellen empfehlen können. Leider müssen wir nur allzu oft diese Anfrage verneinen.

Was mögen die Gründe hierfür sein?

Es wäre sicher leicht zu behaupten, dass es nur an den Auszubildenden liegt. Die Gründe für diese Situation sind unserer Meinung nach sehr komplex. Wir können bei vielen Auszubildenden feststellen, dass die Motivation nicht ausreichend ist. Dies hat wiederum zur Folge, dass es große Wissenslücken und mangelnde handwerkliche Fähigkeiten gibt.

Was ist zu tun?

Dies hier soll ein Aufruf an uns ALLE sein, dass WIR alle gemeinsam einen Ausbildungsauftrag haben. Wir sind der festen Überzeugung, wenn wir alle mehr aufeinander eingehen und uns regelmäßig über die Auszubildenden informativ austauschen, es ein deutlich positiveres Ergebnis zur Folge haben wird.

Wir schlagen vor, dass sich die Betriebsinhaber beziehungsweise die Ausbildungsverantwortlichen zusammen mit Vertretern der Berufsschule sowie den Ausbildern der Kfz-Innung Berlin zu einem Erfahrungsaustausch treffen.

Mögliche Themen für den Erfahrungsaustausch könnten sein:

•            Motivation der Auszubildenden wecken und Anreize schaffen

•            Inhalte der Ausbildung verbessern beziehungsweise umstellen

•            Umgang mit den Auszubildenden (Generationskonflikt)

•            Anpassung der Löhne als Junggeselle

•            Aufzeigung der Karrieremöglichkeiten im Kfz-Handwerk

Über ein Feedback zu diesem Themenkomplex per E-Mail an gf@kfz-innung-berlin.de oder info@kfz-hh.de würden wir uns freuen.

 

 

 

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