Metall hat Zukunft!

Foto: Bundesverband Metall
Auch in diesem Spezialteleskop steckt die Arbeit der Metallhandwerker. Foto: Bundesverband Metall

Drei Fragen an Klaus Ramm, Geschäftsführer der Metallinnung Hamburg

Das Metallhandwerk ist überall präsent – etwa im Maschinenbau, im Werkzeugbau, im Hoch- und Tiefbau, in der öffentliche Infrastruktur und im modernen Wohnen. Wie steht es um die Berufe im Metallhandwerk? Welche haben die besten Zukunftsperspektiven?

Klaus Ramm: Die wichtigsten Berufe im Metallhandwerk sind der Metallbauer und der Feinwerkmechaniker. Der Metallbauer übernimmt die Planung, Konstruktion, Herstellung, Instandsetzung und Montage von Metallkonstruktionen. Dabei ist nicht mehr in erster Linie Muskelkraft gefragt, sondern zunehmend Computerkenntnis und die Fähigkeit, Werkzeuge und Maschinen zu steuern. Der Feinwerkmechaniker kümmert sich u. a. um das Innenleben von Maschinen, Apparaturen, Automaten sowie feinoptischen oder medizintechnischen Geräten. Er sorgt dafür, dass alles perfekt funktioniert. Kein Airbus könnte ohne Zahnräder und Komponenten aus der Feinwerkmechanik abheben.
In den beiden Berufen Metallbauer und Feinwerkmechaniker haben wir in Deutschland rund 29.000 Ausbildungsplätze. Und weil weiterer Nachwuchs benötigt wird, stehen die Chancen für einen Einstieg in die Ausbildung gut. Eine gute Orientierung bietet vorab ein Praktikum in einem Ausbildungsbetrieb.

Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf das Metallhandwerk? Wie verändert sie die einzelnen Berufe?

Ramm: Die Digitalisierung ist im Metallhandwerk schon lange angekommen. Die computergestützte Konstruktion und Fertigung, das papierlose Büro oder 3-D-Visualisierungen und die Simulation von Materialeigenschaften sind in vielen Unternehmen Alltag. Immer mehr Metallbauer und Maschinenbauer steuern ihre Geschäftsprozesse digital. Auf der Baustelle nehmen sie Maß, übermitteln die Daten an Zulieferer und wenige Stunden später kommt das passende Produkt auf der Baustelle an. Natürlich fordert das rasche Voranschreiten der Digitalisierung die Unternehmen: Sie müssen die Aus- und Weiterbildung entsprechend anpassen, denn IT-Wissen wird zunehmend zu einer Schlüsselqualifikation und verändert dabei die Metallberufe.

Was macht die einzelnen Berufe so interessant? Welche Aufstiegschancen gibt es?

Ramm: Fällt der Begriff Metallhandwerk, denken insbesondere Jugendliche schnell an Schrauben, Drehen, Schweißen und an den klassischen Berufsweg vom Lehrling über den Gesellen bis zum Meister. Aber es gibt überdies viele weitere Wege und Karriereoptionen – beim „Reinkommen“ in den Beruf und auch beim „Weiterkommen“. Ganz gleich ob Facharbeiter, Abteilungsleiter oder Chef: Im Metallhandwerk werden sowohl männliche als auch weibliche Facharbeiter, Meister, Werkstattleiter oder Assistenten der Geschäftsführung gebraucht. Die Aussicht, einmal als Abteilungs- oder Baustellenleiter, als Produktionsexperte oder sogar als erfolgreicher Unternehmer tätig sein zu können, macht dieses Handwerk attraktiv.

 

 

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