Innungen unterstützen Arrivo Berlin

Motto: Flüchtling ist kein Beruf
Das Plakat der Initiative Arrivo Berlin

Ein Pilotprojekt des Berliner Handwerks für die berufliche Integration von Flüchtlingen ist Anfang 2015 angelaufen. Sechs Innungen haben bereits mit der Arbeit begonnen. Weitere Handwerksinnungen haben angekündigt, sich an dem Projekt zu beteiligen. Das Konzept wird von dem Internationalen JugendKunst- und Kulturhaus Schlesische27 erarbeitet. 

Gemeinsames Ziel von Arrivo Berlin ist es, Voraussetzungen für das Erlernen der Grundlagen eines Berufs zu schaffen. Flüchtlinge mit Arbeitserlaubnis und Deutschkenntnissen verbringen hierzu zunächst einige Wochen in den Ausbildungszentren der Handwerksinnungen. Die Kfz-Innung Berlin hat beispielsweise einen Werkstatt-Parcours erarbeitet, der vom 2. bis 13. März 2015 absolviert wird.

Anschließend können die hoch motivierten Teilnehmer ein Praktikum in einer Kfz-Werkstatt machen. Wenn die rechtlichen Fragen geklärt sind, dürfen die Teilnehmer in Anschluss daran eine Handwerksausbildung beginnen. Je nach Beruf und Sprachkenntnissen des Interessenten stehen unterschiedliche Wege bis zum Ausbildungsplatz zur Verfügung. 

Für beide Seiten ist das Projekt ein Gewinn. Die zum Teil schon mehrere Jahre hier lebenden Flüchtlingen freuen sich über eine sinnvolle Beschäftigung und können die hier erlernten Fähigkeiten später nutzen. Die Innungen beweisen soziale Verantwortung und haben den Wunsch, die Flüchtlinge mehr in ihr gesellschaftliches Umfeld zu integrieren. Außerdem können so weitere Fachkräfte ausgebildet werden. 

Initiatoren des Projekts sind die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen, die Handwerkskammer Berlin und das Berliner Netzwerk für Bleiberecht „bridge“. Weitere Informationen und eine Übersicht, welche Innungen beteiligt sind, finden sich unter http://www.arrivo-berlin.de

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