Social-Media-Welt spricht vom Clubhouse-Hype

©Josh Rose/Unsplash

Die neue Social Media Plattform Clubhouse hat in den letzten zwei Monaten große Aufmerksamkeit auf sich gezogen. In digitalen, sogenannten „Räumen“ können Menschen live miteinander diskutieren. Am Anfang nutzte diese sogenannte „Drop in Audio“-App, die 2020 vom Softwareunternehmen Alpha Exploration Co. veröffentlicht wurde, die Online-Marketing-Szene, später aber auch die Medien- und Politik-Welt. Heute verwenden immer mehr Menschen diese ganz neuartige Art der sozialen Kommunikation und probieren, wie sie Clubhouse für sich nützen können - trotz aller Kritik bezüglich der Datenschutzrichtlinien (Sammlung etlicher Nutzerdaten und Verstöße mit Datenschutzerklärung gegen die Datenschutzgrundverordnung).

Teilnahme nur mit Einladung möglich

Eine Einladung erhalten Interessierte von bereits angemeldeten Freunden, Bekannten oder Kollegen, die dieses "Ticket" dann per SMS verschicken müssen. Registrierte Nutzer können sich ein Profil anlegen, gemeinsam neue „Räume“ eröffnen und ihre Gespräche in einem Kalender ankündigen (gut für die Planung und Akquise), sodass andere zuhören können. Keine Kommentare, keine Likes, keine eingeschaltete Kamera: Ein Moderator leitet die Diskussionen, indem er Zuhörer zu Sprechern macht oder sie wieder stummschaltet. Zuhörer können dem Moderator ein Handzeichen geben, wenn sie zum Sprecher ernannt werden wollen. Die App-Nutzung ist bisher (Stand März 2021) nur für iPhone-Nutzer und Ipads möglich (Android soll folgen). Tipp: Bei der Clubhouse-Registrierung ist es wichtig, dieselbe Nummer anzugeben, an die auch die Einladung geschickt werden soll. Der„Invite“ kann nur so erfolgen.

Brainstorming

Die App ist einfach zu bedienen, wen man sich kostenlos wertvolle Tipps einholen möchte und sehr spannend, um sich zu vernetzen und sich zu verschiedensten Themen auszutauschen. Die entstandenen Inhalte können für die Weiterentwicklung seiner Produkte/Dienstleistungen oder einfach zur Ideenfindung für gewisse Fragestellungen dienen. Durch eine aktive Teilnahme an Diskussionen und gezielte Positionierung seiner Leistungen, kann es regelmäßig zu Auftragsanfragen oder ähnlichem Kontakt kommen. Auch beim Thema Weiterbildung sind die "thematischen Räume" hilfreich, denn man kann sich ganz gezielt einbringen, Informationen einholen und vom Insiderwissen verschiedenster Experten profitieren.

Bei Clubhouse sollte man sich zwischen aktivem und passivem Networking unterscheiden. Nicht jedem, den man auf Clubhouse folgt, bzw. der einem selbst folgt, ist für sein Business wertvoll. Das „Follow“ ist schnell verteilt, denn jeder kann nur 2 Invites vergeben. Wenn man sehr aktiv ist, füllen sich die Invites nach einiger Zeit aber wieder auf. Die wirklich relevanten und interessanten Kontakte können zusätzlich zu Clubhouse auch auf Instagram oder LinkedIn kontaktiert werden. Dort könnte man, im Anschluss einer Clubhouse-Sitzung, Bezug auf eine Unterhaltung nehmen.

Eine Chance für das Handwerk? Ein Test lohnt sich!

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