©Alisa Anton/unsplash

Seit dem 02.11.2020 herrscht in Deutschland der „Lockdown light". Damit sind auch die Bäckerei- und Konditoreicafés geschlossen zu halten und der Verkauf von zubereiteten Speisen darf nur zum Außer-Haus-Verzehr durchgeführt werden. In den letzten beiden Wochen herrschte die Befürchtung, dass Betriebe des Bäcker- und Konditorenhandwerks bei der sog. Novemberhilfe außer vor bleiben. Begründet wurde dies mit der angeblich untergeordneten Rolle des Vor-Ort-Verzehrs in Bäckereien und Konditoreien im Vergleich zum Thekenverkauf von Back- und Konditoreiwaren. Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks und Landesverbände haben sich massiv für eine Berücksichtigung des Bäcker- und Konditorenhandwerks stark gemacht. Am heutigen Tag hat die Bäcker-Innung Berlin die Bestätigung erhalten, dass auch Umsatzausfälle in Bäckerei- und Konditoreicafés, die von Schließungen betroffen sind, zumindest teilweise ersetzt werden können.

Das Bundeswirtschaftsministerium teilte nun mit:

„Bäckereien und Konditoreien mit angeschlossenem Cafébetrieb werden als Gastronomiebetriebe betrachtet und sind deshalb vom Beschluss der Videokonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 28. Oktober 2020 erfasst. Soweit sie durch Schließungsanordnungen der Länder ihren Geschäftsbetrieb im November einstellen müssen, sind sie bei der Novemberhilfe antragsberechtigt. Eine Umsatzerstattung ist allerdings auf 75 Prozent der Umsätze im Vergleichszeitraum 2019 des Cafébetriebs mit vollem Mehrwertsteuersatz begrenzt. Für Außerhausverkaufsumsätze mit reduziertem Mehrwertsteuersatz, die im November weiterlaufen, werden Umsätze nicht erstattet.“

Damit entsprechende Anträge gestellt werden können, muss jedoch noch eine Durchführungsverordnung erlassen werden. Diese muss nun abgewartet werden.

Zurück zur Übersicht