Wichtiger Beitrag zum Erhalt der Arbeitsplätze

©William Wendling / Unsplash

Kann in den Monaten April, Oktober und November aus witterungsbedingten Gründen nicht gearbeitet werden, springt im Dachdeckerhandwerk das tarifliche Ausfallgeld ein. Dieses ersetzt den Arbeitnehmern 75 Prozent ihres entgangenen Stundenlohns. Dieser kann es sich anschließend von der SOKA-DACH zuzüglich einer Pauschale für Sozialleistungen zurückerstatten lassen. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass es über die Winterperiode zu Kündigungen kommt.

Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) und die IG Bau haben sich jetzt darauf verständigt, die Ausfallgeldregelung auf die Sommermonate auszuweiten. Durch den Klimawandel komme es verstärkt zu besonders heißen Sommern und heftigen Starkregenereignissen, begründen die Sozialpartner ihre Entscheidung. Arbeitgeber können das neue "Sommer-Ausfallgeld" ab dem 1. Juni bei der SOKA-DACH beantragen. Feste Temperatur- oder Niederschlagsgrenzen sind nicht vorgeschrieben, Betriebe müssen bei ihrem Antrag plausibel nachweisen können, dass "zwingende Witterungsgründe" vorlagen. Bei Arbeitnehmern, die Leistungslohn (Akkordlohn) erhalten, beträgt das Ausfallgeld 75 % des gültigen Stundenlohns zuzüglich 25 %. Ausbezahlt wird das Ausfallgeld vom Arbeitgeber. Das Ausfallgeld wird für jede Ausfallstunde, höchstens für 53 Stunden im Kalenderjahr pro Arbeitnehmer als Lohnersatzleistung gezahlt. Darüber hinaus werden dem Arbeitgeber die für das Ausfallgeld zu tragenden Sozialleistungen in Höhe einer Pauschale von 23 % erstattet. Hierdurch werden die Sozialabgaben der Betriebe zusätzlich abgefedert.

 

Nähere Informationen erhalten unter: https://www.soka-dach.de/leistungen/ausfallgeld/

Zurück zur Übersicht