©Sarah Mohr

Unter dem Motto „Nachhaltig wachsen, erfolgreich führen, Business machen" haben sich am 26. Februar über 600 Teilnehmerinnen beim 10. Berliner – diesmal digitalen –Unternehmerinnentag getroffen. Im Mittelpunkt stand dabei die Vernetzung und Stärkung von Unternehmerinnen und Gründerinnen sowie die Würdigung der Gewinnerinnen des diesjährigen Unternehmerinnenpreises.

Ob als Soloselbständige im Handwerk, als Unternehmerin mit einer mittelständischen Firma oder als Vorständin – die Unternehmerin ist immer noch Vertreterin einer Minderheit. Oft verstößt sie schon allein durch ihre Führungsrolle und ihr Auftreten gegen sich hartnäckig haltende gesellschaftliche Rollenerwartungen. Das erfordert von den Unternehmerinnen Mut, Durchhaltevermögen und Geschick. Die Berliner Unternehmerinnen beweisen diese Qualitäten jeden Tag und zeigen darüber hinaus, wie es gelingen kann, kleine wie große Firmen nachhaltig aufzustellen und zu führen.

Die Gespräche haben gezeigt, dass durch gegenseitige Förderung, durch Vernetzung und durch Solidarität es möglich ist, die Krise zu überstehen und sie sogar zu nutzen, um sich zu professionalisieren, sich weiter zu entwickeln und mit erweiterten Fähigkeiten in die Nach-Pandemiezeit zu starten.

Initiatorin des Berliner Unternehmerinnentages ist die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe gemeinsam mit der Investitionsbank Berlin und der IHK Berlin als Kooperationspartnerinnen. Erneut haben sich Expertinnen von nicht-gewerblichen Vereinen, Einrichtungen und Netzwerken mit vielfältigen Informationen zu Selbständigkeit und erfolgreichem Unternehmerinnentum eingebracht.

Im Auftrag der Handwerkskammer Berlin hat die ifh Göttingen die Situation von frauengeführten Betrieben im Berliner Handwerk vor dem zweiten Lockdown im Winter 2020/21 untersucht. Die wesentlichen Ergebnisse dieser Studie sind, dass die betrieblichen Reserven durch die Krise erheblich beansprucht wurden und dass sich Unternehmerinnen in der Regel seltener als Unternehmer in ihren Investitionsvorhaben auf Kredite verlassen. Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe und Handwerkskammer Berlin möchten Frauen daher ermutigen, sich über Kredite zu informieren. Zugleich kam die Benachteiligung von Selbstständigen beim Elterngeld zutage, die durch die Corona-Krise noch verschärft wird. Auch hier möchten die beiden Akteure sich gemeinsam dafür einsetzen, dass Selbstständige beim Elterngeld bessergestellt werden. Die Studie wurde von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe im Rahmen des Aktionsprogramms Handwerk 2018-2020 gefördert.

Das Programm des 10. Berliner Unternehmerinnentages finden Sie auf www.Berliner-Unternehmerinnentag.de.

Mit dem „Berliner Unternehmerinnentag", der in diesem Jahr zum 10. Mal stattgefunden hat, soll das unternehmerische Engagement von Frauen und ihre Bedeutung für den Wirtschaftsstandort sichtbar gemacht werden. Die Veranstaltung versteht sich als Plattform für den gegenseitigen Austausch auf Augenhöhe, für das Voneinanderlernen und die gegenseitige Inspiration.

Quelle: Pressemeldung Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe (gekürzt)

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