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    Wohnen ohne Hindernisse
    Kompetenz der Fachbetriebe nutzen für sicheres und barrierefreies Wohnen
     
    Foto:     Häfele


    Barrierefreies Bauen und Wohnen ist ein Thema, das nicht nur ältere und körperlich beeinträchtigte Menschen betrifft.
    Auch junge Familien erkennen immer mehr die Vorteile eines zukunftsorientierten, barrierefreien und somit auch kinderfreundlichen Bauen und Wohnens.

    Nicht nur behinderten, erkrankten oder älteren Menschen kann das Leben ohne Angst vor Barrieren erleichtert werden. Wer schon einmal versucht hat, mit einem Kinderwagen und Einkaufstüten bepackt über ein hohes Eingangspodest oder über eine Treppe zu kommen, kennt das Problem ebenfalls.
    Bauherren sollten bedenken, dass abgesehen vom Alter jeder in seinem Leben durch Unfälle oder Krankheiten zumindest zeitweise in seiner Mobilität eingeschränkt sein kann. Ebenerdige Hauseingänge, schwellenlose und breite Zimmertüren und ausreichend große Bewegungsflächen - beispielsweise im Bad - werden dann nicht mehr als unnötiger Luxus gesehen, sondern sind eine wichtige Voraussetzung für ein sicheres und uneingeschränkt zu nutzendes Wohnumfeld für die ganze Familie.

    Frühzeitige Planung spart Geld
    Sich bereits frühzeitig bei der Planung des Eigenheims oder einer Umbaumaßnahme mit einer barrierefreien Gestaltung zu beschäftigen, spart richtig Geld, da nachträgliche Baumaßnahmen oft weitaus aufwändiger und somit kostspieliger sind. „Wird bei der Planung und Gestaltung bei Neubauprojekten die Barrierefreiheit mitbedacht, ist das kaum teurer und erhöht zudem den Wiederverkaufswert einer Immobilie erheblich“, bestätigt Falk Schütt, Vorsitzender der Fachgemeinschaft barrierefreies Bauen + Wohnen e.V.

    Ausreichende Bewegungsflächen
    Angemessene Bewegungsflächen in jedem Raum sind eine wichtige Voraussetzung für eine bequeme Nutzung von Wohnung und Gebäude. Zu knapp bemessene Flächen, beispielsweise im Bad vor dem Waschbecken, stellen nicht nur Menschen mit Bewegungseinschränkungen vor große Schwierigkeiten sondern machen die Nutzung unter Umständen unmöglich. Ist das Bad groß genug und sind ausreichende Bewegungsflächen eingeplant, hilft dies nicht nur Menschen die auf einen Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind, sondern auch Kleinkindern und ihren Eltern beim Händewaschen und der gemeinsamen Körperpflege.

    Komfortable Fensterlösungen
    Dreh- und Schiebetüren ohne erhöhte Schwellen ermöglichen allen Personen einen sicheren Zugang auf Balkon oder Terrasse. Fensterbänke sollten möglichst nicht höher als 60 cm sein, damit man im Sitzen und Liegen hinausschauen kann.
    Ein großer Komfortgewinn für alle Hausbewohner sind bodentiefe Fenster oder Fenster mit einem fest verglasten Unterteil. Sie lassen mehr Licht in den Raum und schaffen auf den Fensterbänken in Küche und Bad zudem zusätzliche Stellfläche. Die Fensterbänke müssen zum Öffnen des Fensters auch nicht mehr abgeräumt werden. Auch kleine Kinder kommen somit voll auf ihre Kosten und können ihre Umwelt und die Natur betrachten, ohne von den Eltern ständig hochgehoben zu werden.
    Fenstergriffe, die sehr tief am Rahmen angebracht sind (oder gar motorische Öffnungssysteme) erleichtern nicht nur Rollstuhlfahrern, sondern auch Senioren den Alltag. Fenster sollten mit abschließbaren Griffen vor der Benutzung durch Kleinkinder gesichert werden.

    Individuelle Einrichtungen

    Bei einer barrierefreien Gestaltung des Wohnumfeldes sind nicht nur bauliche Aspekte zu berücksichtigen. Spezialisierte und geschulte Fachbetriebe bieten individuelle Einrichtungslösungen an, die ein komfortables, barrierefreies und kindgerechtes Wohnen ermöglichen. Es gibt höhenverstellbare Schrankelemente, Arbeits- und Ablageflächen und mobile Stauraumlösungen, die nicht nur von beeinträchtigten und älteren Menschen, sondern auch von Kindern bequem und gefahrlos genutzt werden können.
    Im gesamten Haus bzw. der Wohnung sollte zudem darauf geachtet werden, dass Einrichtungen stabil und kippsicher sind. Möbel sollten keine scharfen Kanten aufweisen.

    Beratung durch Fachbetriebe
    Bauherren sollten rechtzeitig die Beratung durch besonders qualifizierte und bei der Gestaltung barrierefreier Lebensräume erfahrene Fachbetriebe in Anspruch nehmen. Unabhängige Hilfe bieten beispielsweise Unternehmen, die der Fachgemeinschaft für barrierefreies Bauen + Wohnen e.V. angehören. „Erst das Wissen über die technischen Erfordernisse und Möglichkeiten, über innovative Produkte sowie deren fachkundiger Kombination führt zu barrierefreien, kinderfreundlichen und individuellen Lösungen für die ganze Familie“, erläutert Schütt.
    Die Fachgemeinschaft im Internet:
    www.fachgemeinschaft-barrierefrei.de.
     
     

 

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